
Willkommen in Illgau
Aktuelles
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Absolutes Feuerverbot im Wald und an Waldrändern
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Vermessungsarbeiten an den Fliessgewässern
Das von der Gemeinde engagierte Raumplanungsbüro wird vom 6. Juli bis 31. Juli 2026 für Vermessungsarbeiten an den Fliessgewässern im Gemeindegebiet unterwegs sein. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden sie mit Drohnen Aufnahmen machen.
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Neues aus der Ratsstube vom 1. Juli 2026
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Festliche Messe bei der Herz-Jesu-Kapelle ob Illgau gefeiert
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Im Zingelberg – hoch über Illgau – seht in einer herrlichen Berglandschaft – die 135-jährige Herz-Jesu-Kapelle. Dort zelebrierte am «Herz-Jesu-Sonntag», 14. Juni, Seelsorger Peter Vonlanthen eine festliche Messe, an der zirka 90 Gläubige teilnahmen. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Ländlertrio «Fraumatt-Buebä».
Text und Bild: Guido Bürgler
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Wirtsleute fürs «Sigristenhaus» gesucht
An der Generalversammlung der Sigristenhaus AG, Illgau, wurde der gesamte Verwaltungsrat bestätigt. Eine grosse Herausforderung bleibt die Suche nach neuen Wirtsleuten fürs Restaurant Sigristenhaus.
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Guido Bürgler
«Das Geschäftsjahr 2025 war sehr ereignisreich», erklärte Verwaltungsratspräsident Othmar Reichmuth an der 12. Generalversammlung der Sigristenhaus AG. Diese fand am Freitag im Übergangsrestaurant Sigristenhaus-Hütte in Illgau statt. 38 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen teil. Sie vertraten 5483 Aktienstimmen.
Bau ist zeitlich und kostenmässig auf Kurs
Am 8. März 2025 war Austrinket im legendären Restaurant Sigristenhaus, anschliessend folgte das Zügeln ins Übergangsrestaurant Sigristenhaus-Hütte. Ende März wurde mit dem Abbruch der zwei Nebengebäude gestartet – dem Posthaus und dem Dörflihaus. Derzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Die Baukosten befinden sich innerhalb des Kostenvoranschlages. «Wir sind zuversichtlich, dass die Neueröffnung – wie angekündigt – am 21. November 2026 stattfinden kann», erklärte Othmar Reichmuth. «Eine grosse Erleichterung wird eintreffen, wenn geeignete, motivierte Wirtsleute gefunden sind. Derzeit laufen Inserate auf verschiedenen Plattformen, und wir freuen uns auf Hinweise aus der Bevölkerung.»
Sigristenhaus-Hütte mit Defizit
«Bei der Führung der Sigristenhaus-Hütte hat das siebenköpfige Team unter der Leitung von Trudi Rickenbacher bravouröse Arbeit geleistet», schreibt der Verwaltungsrat in seinem Geschäftsbericht 2025. Finanziell resultierte ein Verlust in der Höhe von 38‘442 Franken. Das sei zwar nicht erfreulich, aber aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten zu erwarten gewesen, heisst es weiter. «Für den Verwaltungsrat besteht das Hauptziel des Übergangsrestaurants nämlich darin, während der Bauzeit der Bevölkerung und den Tagestouristen im Dorf ein Grund-Gastro-Angebot anbieten zu können. Viele Rückmeldungen zeigen, dass dies sehr geschätzt wird.»
Alle Geschäfte genehmigt
Die Jahresrechnung und alle weiteren traktandierten Geschäfte wurden einstimmig genehmigt. Die Rechnung wies Ende 2025 folgende Kennzahlen auf: Die Bilanzsumme hat sich um 1.4 Mio. Franken auf total 2.76 Mio. Franken erhöht, was dem Investitionsstand in den Neubau entspricht. Der erzielte Umsatz beläuft sich auf 343’822 Franken. Der Rückgang um rund 76’000 Franken erklärt sich mit den reduzierten Angebotsmöglichkeiten und dem Fehlen der Hotellerie im Übergangsrestaurant. Der Aufwand beträgt 382’265 Franken. Bei den Betriebskosten konnten Einsparungen von rund 45’000 Franken gemacht werden. Mit der notwendigen Abschreibung der Sigristenhaus-Hütte resultiert aber ein Verlust in der Höhe von 38’442 Franken. Die Aktionärinnen und Aktionäre beschlossen, diesen Betrag dem Verlustvortrag zuzuweisen, welcher neu 122‘618 Franken beträgt. Im Verwaltungsrat gab es keine Wechsel. Alle neun Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Namentlich sind dies: Othmar Reichmuth, VR-Präsident, Nadia Betschart, Sandra Betschart, Markus Bürgler, Fredy Heinzer, Andreas Herger, Hansruedi Hubli, Peter Rickenbacher und Daniel Schelbert.
Bildlegende
Trotz viel Arbeit blicken die Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte der Sigristenhaus AG, Illgau, positiv in die Zukunft. Von links: Markus Bürgler, Fredy Heinzer, Daniel Schelbert, Nadia Betschart, Geschäftsführerin Trudy Rickenbacher, VR-Präsident Othmar Reichmuth, Sandra Betschart, Hansruedi Hubli, Peter Rickenbacher und Andy Herger. Bild: Guido Bürgler -

Zwei Seilbahnen prägten die Entwicklung von Illgau
Elia Bürgler untersuchte in seiner Maturaarbeit die Entwicklung der Gemeinde Illgau zwischen 1945 und 1960. Der Bau von zwei Luftseilbahnen hatte positive Folgen.
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Text und Bild: Guido Bürgler
Die Erschliessung der Berggemeinde Illgau war lange eine grosse Herausforderung. Heute verbindet eine Luftseilbahn das Dorf mit dem Tal und eine mit dem Naherholungsgebiet St. Karl. Besonders die Luftseilbahn Illgau–Ried ist bis heute von zentraler Bedeutung: Sie gehört zum kantonalen öffentlichen Verkehr und sorgt dafür, dass Illgau trotz fehlender Busverbindung zuverlässig erreichbar bleibt. Mit dieser besonderen Situation befasste sich der 19-jährige Illgauer Elia Bürgler in seiner Maturaarbeit. Der Kantonsschüler untersuchte die Erschliessung der Gemeinde zwischen 1945 und 1960 und zeigte auf, welche enorme Bedeutung der Bau der beiden Seilbahnen für das Dorf hatte.
Seit 1953 wintersicherer Zugang dank Seilbahn
Während Jahrhunderten war der Fluhweg vom Dorf hinunter ins Ried die einzige Verbindung zur Aussenwelt. Erst 1911 wurde eine Strasse nach Illgau gebaut. Doch jeweils im Winter blieb diese wegen Lawinengefahr gesperrt. Eine ganzjährige Verkehrsverbindung existierte damals noch nicht. Erst der Tunnelbau im Jahr 1974 machte die Strasse wintersicher. Aber bereits in den 1950er Jahren suchte die Bevölkerung nach neuen Lösungen. Innerhalb von nur drei Jahren entstanden die beiden Luftseilbahnen Illgau–Ried und Illgau–St. Karl. Besonders die Bahn ins Ried entwickelte sich zu einem eigentlichen Meilenstein der Dorfgeschichte. Mit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1953 war das Bergdorf erstmals auch während der Wintermonate sicher erreichbar.
Drohende Abwanderung blieb aus
In seiner Arbeit beschreibt Elia Bürgler, wie wichtig diese neue Verbindung für die Entwicklung der Gemeinde war. Viele Einwohner konnten dank der Bahn weiterhin in Illgau wohnen, obwohl sie auswärts arbeiteten. Die drohende Abwanderung blieb aus. Auch die Landwirtschaft und das Gewerbe profitierten von den verbesserten Transportmöglichkeiten. Zudem wurde die medizinische Versorgung der Bevölkerung deutlich erleichtert.
Genossenschafter hafteten persönlich
Der Bau und Betrieb der Seilbahn Illgau-Ried wurde durch die Gründung einer Genossenschaft sichergestellt. «Das ist ein spannender Punkt, der mich besonders beeindruckte», schreibt der junge Illgauer in seiner Maturaarbeit. «Denn die Genossenschafter hafteten persönlich und setzten ihr ganzes Hab und Gut aufs Spiel. Sie handelten voller Überzeugung, dass die neue Seilbahn die Lebensbedingungen der Einwohnerinnen und Einwohner verbessern wird. Sie besassen einen starken Willen und machten Nägel mit Köpfen.» Auch heute ist die Bahn aus dem Alltag vieler Illgauerinnen und Illgauer nicht wegzudenken. Dank Jeton-Betrieb kann sie – ausser bei starkem Föhn – rund um die Uhr benutzt werden. Sie verbindet das Dorf mit den Busanschlüssen Richtung Muotathal und Schwyz und bietet somit einen sehr guten Anschluss ans ÖV-Netz.
Auch Elia Bürgler benützte die Seilbahn häufig
Für Elia Bürgler gehörte die Fahrt mit der Seilbahn jahrelang zu seinem persönlichen Alltag. Während seiner Zeit in der Talentklasse der MPS-Schwyz fuhr er bis zu zehnmal pro Woche mit der Bahn ins Tal und wieder zurück. Nun besucht er die Kantonsschule Kollegium Schwyz mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht und absolviert momentan die Maturaprüfungen. In der Freizeit spielt er mit grosser Leidenschaft Fussball in der ersten
Mannschaft des FC Brunnen, die kürzlich den Cupsieg des Innerschweizerischen Fussballverbandes erkämpfte. Nach der Matura absolviert Elia Bürgler das Militär als Durchdiener in Airolo. Danach möchte er Medizin studieren und bereitet sich momentan für den Eignungstest für das Medizinstudium vor. Seine Maturaarbeit zeigt eindrücklich, wie sehr technische Pionierleistungen die Entwicklung einer Berggemeinde prägen können. Heutzutage ist die wichtigste Lebensader nach Illgau zwar die Gemeindestrasse Grünenwald-Illgau. Doch gerade für Jugendliche und ältere Leute spielt die Seilbahn Illgau-Ried noch heute eine grosse Rolle.
Bildlegende
Elia Bürgler untersuchte in seiner Maturaarbeit die Entwicklung der Gemeinde Illgau zwischen 1945 und 1960. Der Bau von zwei Luftseilbahnen prägte diese Zeit. Bild: Guido Bürgler
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Pro Senectute Mittagstisch
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