
Der Sigristenhaus-Neubau nimmt Gestalt an
In Illgau wird fleissig am neuen Restaurant Sigristenhaus gebaut. Ab Mitte Januar wird aufgerichtet. Am 21. November 2026 ist die Eröffnung geplant.
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Guido Bürgler
Seit Ende März laufen in Illgau die Bauarbeiten für das neue Restaurant Sigristenhaus. Die Lage der engen Baustelle zwischen Bettbach, Kirche und Dorfstrasse ist eine grosse logistische Herausforderung. «Nach dem Bauprogramm sind wird momentan drei Wochen in Verzug, sind aber zuversichtlich, dass wir den Rückstand nächstes Jahr aufholen können», sagte Othmar Reichmuth kürzlich. Reichmuth ist Verwaltungsratspräsident der Sigristenhaus AG, der Eigentümerin des einzigen Dorfrestaurants.
Saal mit 100 Plätzen
Was wird konkret gebaut? Das alte, ursprüngliche Sigristenhaus mit Baujahr 1774 bleibt unverändert erhalten. Es wird sanft renoviert. In der alten Sigristenhaus-Stube befindet sich in Zukunft das Tagesrestaurant. Neu gebaut werden die beiden Trakte rechts und links des alten Gebäudes. Das neue Sigristenhaus wird unter anderem folgende Räume aufweisen: Einen Saal mit hundert Plätzen, eine Loggia mit 36 Plätzen, einen Mehrzweckraum mit 30 Plätzen (Erdgeschoss), zwei kleine Wohnungen und vier Hotelzimmer. Das ganze Gebäude wird behindertengerecht ausgebaut – inklusive Lift. «Es ist unser Ziel, den Charme des alten Sigristenhauses auch im neuen Teil sichtbar zu machen», erklärte Othmar Reichmuth. Und er sagte, dass die Baumeisterarbeiten (Betonierung) bis Mitte Januar abgeschlossen sein werden, falls das Wetter mitspiele. Anschliessend folgen die Holzbauarbeiten (Aufrichte). Ab Februar folgt der Innenausbau. Am 21. November 2026 ist die Eröffnung geplant. Und was sagt Othmar Reichmuth zum Baufortschritt? «Es läuft gut. Das Projekt überzeugt. Der schöne und praktisch eingerichtete Gastrobetrieb wird unserer Bevölkerung wieder viele Jahre als beliebter Treffpunkt und Dorfzentrum dienen können. Der grosse Saal bietet viele Möglichkeiten zur Nutzung für Vereine, Firmen und Private.»
Sennenkilbi-Stückli auf dem Schulhausplatz
Da mitten auf dem Kirchplatz ein Baukran steht, ist derzeit der Zugang zur Kirche, zum Friedhof und zur Lichtkapelle eingeschränkt. Die Sennenkilbi-Stückli finden am nächsten Güdelmontag nicht auf dem Kirchplatz statt, sondern auf dem Schulhausplatz. Der Verwaltungsrat der Sigristenhaus AG bedankt sich bei der Bevölkerung fürs Verständnis.
Im Gespräch mit allfälligen Pächtern
Der Betrieb im Übergangs-Restaurant Sigristenhaus-Hütte läuft dank dem engagierten Team unter der Leitung von Trudi Rickenbacher bestens. Eine zentrale Frage ist, wer dereinst den Gastrobetrieb Sigristenhaus führen wird. «Wir sind aktuell mit mehreren Interessenten im Gespräch. Im Januar wird der Verwaltungsrat weitere Gespräche führen und entscheiden. Wir sind zuversichtlich, dass wir neue Pächter finden werden», so Reichmuth.
Innerhalb Kostenvoranschlag
«Wir können heute sagen, dass wir den Kostenvoranschlag mit Baukosten in der Höhe von 5.425 Millionen werden einhalten können. Dies ist aber nur dank kostenbewusstem Handeln möglich», sagte Othmar Reichmuth. Wir sind nach wie vor auf neue finanzielle Mittel angewiesen und dankbar, wenns noch weitere Aktienzeichnungen und Spenden gibt.» Das Aktienkapital konnte von 1.26 auf über 1.4 Mio. erhöht werden. Die Gemeinde hält mit 1.02 Mio. die Aktienmehrheit.
Bildlegende
Das neue Sigristenhaus von der Nordseite her gesehen. Das Baugelände ist schwierig, denn es liegt direkt an der Bettbachschlucht.